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Das Kiefergelenk - Kleines Gelenk mit großen Auswirkungen

Es ist wie immer: wenn alles in Ordnung ist, dann nehmen wir das Kiefergelenk so gut wie gar nicht war. Wir kauen und beißen, schmatzen  und mahlen, gähnen und lachen munter vor uns hin und bemerken nicht, welchen Einfluss das kleine Gelenk auf andere Körperbereiche hat.
Bei Beschwerden allerdings quält uns der Einfluss des Kiefergelenks mit den unterschiedlichsten Symptomen:
- Kopf- und Gesichtsschmerzen
- Kiefergelenksschmerzen
- Zahnschmerzen
- Sehstörungen
- Ohrgeräusche
- Schwindel
- Schluckbeschwerden
- Nackenschemerzen
- Schulterschmerzen und vieles mehr.

In der ganzheitlichen Betrachtungsweise werden Muskeln des Kieferbereiches auch mit Muskeln der Hüfte und des Beckens in Verbindung gebracht. So hat unser Kiefer Einfluss auf die restliche Statik und damit auf mögliche Schmerzen im Bewegungsapparat. Aber auch umgekehrt: Unsere Körperstatik kann Kiefergelenksfehlfunktionen, auch Cranio-Mandibuläre-Dysfunktion (CMD) genannt, hervorrufen.
Nicht zu unterschätzen ist auch die Auswirkung von Stress und Anspannung auf den Kiefer. So wird dem Schläfenbeinmuskel, dem Muskulus Temporalis - der sich fächerförmig vom Unterkiefer bis zur Schläfe erstreckt - nachgesagt, sehr viel emotionalen Stress und Anspannung zu speichern. Und tatsächlich: wenn wir uns ärgern oder angespannt sind, beißen wir oft die Zähne zusammen und der Muskel an der Schläfe verspannt sich.

Wie sieht nun eine ganzheitliche Annäherung an das Kiefergelenk aus? Ich widme mich dem Thema gerne von drei Seiten: Zum einen arbeite ich mit der Kieferentspannungsmethode R.E.S.E.T. an der Entspannung der Muskulatur, zum anderen arbeite ich von Seiten der Körperstatik, damit der Kopf auf einem lotgerechten Fundament ruht. Die Arbeit an der hormonellen und biochemischen Stressachse bildet die dritte Säule der Kiefergelenks-Therapie. Sprechen Sie mich gerne an, wenn Sie den Verdacht haben, dass Ihre Beschwerden mit dem Kiefergelenk zusammenhängen könnten.